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6. Spieltag:
SV Wacker Rottleberode vs. VfB Sangerhausen II

1:1 (1:0)
Tore:
1:0 Voigtländer
37min
1:1 Reis 95min

Stadion: Sportzentrum Rottleberode
Zuschauer: 130

Schiedsrichter: Steffen Reise

Aufstellung: Apel, Kern, Pieper ('70 Winter), Voigtländer, Naumann, Gebhardt, Schneider, Müller, Hassebrauck, HellwigKartheuser ('81 Plastwich)

Umstrittener Elfmeter kostet Wacker den Sieg
Am 6. Spieltag empfing die Wacker-Elf mit dem VfB Sangerhausen II das Schlusslicht der LK 4 zum Kreisderby in Rottleberode. Bereits im Vorfeld der Partie waren sich beide Trainer über die Bedeutung der Partie bewusst, schließlich war von einem "6-Punkte-Spiel" die Rede. Beim SVW standen die Vorzeichen nicht gerade günstig. Trainer Stefan Kuhnert musste ohne Martin Burghardt, Steven Richter und Ralf Polte auskommen. Anders sah es bei den Gästen aus. Da die Verbandsliga-Elf spielfrei war, konnten sie drei Akteure aus der "Ersten" einsetzen. Nach einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Karli Luthardt pfiff Schiedsrichter Reise die Partie an. Vor einer stattlichen Kulisse von 130 Zuschauern entwickelte sich in der Anfangsphase eine relativ ausgeglichene Begegnung. Die erste Gelegenheit hatten dann die Gäste aus der Rosenstadt, doch Matthias Gebhardt klärte vor dem einschussbereiten VfB-Akteur. Auf der Gegenseite verpasste Mario Kartheuser eine Hereingabe von Andreas Hellwig nur denkbar knapp. Nach einer knappen Viertelstunde startete Robert Müller ein sehenswertes Solo, welches erst bei VfB-Torhüter Schwab sein Ende fand. Keine fünf Minuten später entschärfte SVW-Keeper Apel einen Gollnow-Schuss prächtig. In der Folgezeit agierte die Kuhnert-Elf aus einer geordneten Defensive und ließ nur noch sehr wenig zu. Nach vorn ging meist nach Balleroberung die Post ab. So verzog Mario Kartheuser mit seinem etwas schwächeren rechten Fuß nach Klasse-Vorarbeit von Kevin Kern. Wenig später setzte sich erneut Hellwig über rechts durch, doch seine Hereingabe ging an Freund und Fein vorbei ins Seitenaus. In der 37. Minute war es dann soweit. Hellwig spielte einen öffnenden Pass genau in den Lauf von Kartheuser. Dieser ließ gleich zwei Abwehrspieler stehen und legte uneigennützig auf Christoph Voigtländer ab, der das Spielgerät über die Linie drückte. Der VfB antwortete mit einem gefährlichen Distanzschuss, welcher haarscharf über die Querlatte segelte. Kurze Zeit später bat Schiedsrichter Reise dann zur Pause. Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Hausherren besser aus der Kabine. Nach einem Schneider-Steilpass war wieder Kartheuser auf und davon. Seinen Rückpass verpasste der nachgerückte Schneider dann freistehend und die Chance war dahin. Vor allem Andreas Hellwig sorgte in dieser Phase für mächtig Wirbel in der VfB-Defensive. Auf der anderen Seite musste sich Keeper Apel bei einem Reis-Freistoß tüchtig strecken, um den Ball noch an die Latte zu lenken. Bei dieser Aktion prallte er mit dem Ellenbogen gegen den Pfosten, konnte jedoch nach kurzer Behandlungspause weitermachen. Fünf Minuten später scheiterte Voigtländer mit einem Kopfball, den die VfB-Akteure mit vereinten Kräften abwehren konnten. Die nächste Chance zur Vorentscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem herrlichen, direkt gespielten, Angriff hebelten die Blau-Weißen die VfB-Defensive aus. Hellwig war nach Steilpass von Enrico Pieper auf und davon. Seine starke Flanke rauschte am mitgelaufenen Kartheuser vorbei, der es hier besser mit dem Kopf probiert hätte. Die Schlussphase gehörte dann den Gästen, die jetzt noch einmal alles probierten. Nach einem Distanzschuss, der einige Meter am Wacker-Gehäuse vorbeiging, hatte dann der eingewechselte Tino Winter die Chance zum 2:0. Er traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz. Als die angezeigten vier Minuten Nachspielzeit schon abgelaufen waren, eroberte sich Andreas Hellwig den Ball und wollten noch einen Konter einleiten. Zu seiner Überraschung pfiff Schiedsrichter Reise Freistoß für die Rosenstädter. Da es wohl die letzte Aktion des Spiels werden würde, machte sich auch VfB-Keeper Schwab auf den Weg in den Rottleberöder Strafraum. Als der Ball noch in der Luft war, ertönte erneut ein energischer Pfiff aus der Pfeiffe von Reise. Er zeigte zur Entrüstung der Rottleberöder auf den Elfmeterpunkt und deutete ein Halten von Schneider an Schwab an. Nach ersten Protesten lief er zu seinem Assistenten Neubert, welcher ebenfalls die Fahne gehoben hatte. Doch er erkannte kein Foulspiel von Schneider, sondern eine Abseitsstellung. Schiedsrichter Reise bleib trotzdem bei seiner (Fehl)Entscheidung. VfB-Kapitän Andre Reis überwand mit etwas Glück SVW-Keeper Apel aus elf Metern. 16.51 Uhr war die Partie dann zu Ende. Unter dem Strich bleibt ein Punkt, der sich wie keiner anfühlt. Trotzdem sollten die Rottleberöder das Positive mit nach Lieskau nehmen und sich dort die verlorenen Punkte zurückholen.



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Update :21.08.13