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Finale mit Hindernissen – Der Beinahe-Torfall von Walbeck
 
 
 
Das Finale um die Kreismeisterschaft der F- Jugend am 30.06.2013 gegen den MSV Eisleben stand für die Finalteams des MSV Eisleben und Wacker unter keinem guten Stern. Dabei war den Schützlingen des Trainergespanns um Björn Schade in der Hin- und Rückrunde gelungen, was in den letzten Jahren nur selten einem Team im großen Landkreis Mansfeld Südharz geglückt ist, nämlich den VfB Sangerhausen zu schlagen. Darüber hinaus hatten sich die Schade- Schützlinge in der zu Ende gegangenen Saison keine einzige Niederlage geleistet (18 Spiele, 17 Siege, 1 Unentschieden, 160:14 Tore, 52 Punkte). So gingen die jüngsten Wackeraner nach dem erfolgreichen Halbfinale gegen den FSV Hettstedt (9:1, 2:2) entsprechend hoch motiviert in dieses Endspiel, das jedoch schon vor dem Anpfiff einen skandalösen Auftakt nahm. Der FSV Hettstedt als ausrichtender Verein bzw. die „kinderfreundlichen Stadtverantwortlichen“  hatten ihren Hauptplatz gesperrt, um den heiligen Hettstedter Rasen zu schonen und das Spiel fand stattdessen auf dem Sportplatz in Walbeck statt. Die Sportanlage in Walbeck war allerdings alles andere als in einem finalwürdigen Zustand ( Duschen, Toiletten gibt es dort zum Beispiel nicht ). Die für das Spiel vorgesehenen Tore waren so defekt, dass wahrscheinlich ein lautes „Glück Auf…“ gereicht hätte, um den finalen Zusammenbruch herbeizuführen. Konsequent verweigerte der eingesetzte Schiri daher zunächst den Anpfiff, bis nach über einer Stunde endlich zumindest ein Ersatztor aufgetrieben werden konnte.  Die Szenerie, als das Tor dann endlich rangeschafft und aufgebaut wurde, hatte schon etwas vom legendären Torfall von Madrid im CL- Halbfinale 1997/98, nur dass in Walbeck die Tore gerade noch so standhielten.  Dann endlich ging es los. Der MSV Eisleben zeigte sich von den Querelen vor dem Anpfiff deutlich weniger beeindruckt als der SV Wacker und ging von Anfang an unglaublich schnell und druckvoll ins Spiel. Gleich in der 2.‘ konnte Eisleben einen durch die Wackerabwehr durchgesteckten Ball verwandeln – Wacker lag 0:1 zurück. Dann konnten die Eisleber gleich wieder in der 3.‘ durch die Rottleberöder Abwehrreihen durchbrechen, Keeper Yannis Kirchhoff verhinderte hier mit einer Glanzparade Schlimmeres. Dann die 9.‘ – Marvin Schade kriegt nach einer lehrbuchmäßigen Vorlage von Karl Flügel das Leder auf den Fuß und versenkt mit einer Traumschuss aus 25 m zielgenau zum Ausgleich – alles schien zunächst wieder offen.  In der darauf folgenden 10.‘ hatten die Eisleber dann einfach riesiges Glück – ein Freistoß, von der Mittellinie aus (!!!) hoch hereingespielt, landet für Yannis Kirchhoff unerreichbar punktgenau im Wackerkasten - 1:2 aus Wackersicht. Die Wackeraner Abwehr, die in der zurückliegenden Saison mehr und mehr zu einem festen Standbein der Truppe herangereift war, zeigte in diesem Finale deutliche Schwächen. So konnte Marvin Schade in der 11.‘ gerade noch klären, nachdem der MSV die Rottleberöder Abwehrreihen komplett ausgeschaltet und sich so eine Riesengelegenheit erspielt hatte. Rottleberode hatte aber in der Folge kein wirksames Rezept mehr gegen das sehr schnelle und druckvolle Spiel der Eisleber, so dass der Wackerkeeper in der 14.‘ und der 18.‘ noch zwei weitere Male hinter sich greifen musste. Mit einem Halbzeitstand von 1:4 ging es für Wacker dann in die Pause. Hier waren ein paar Eisleber Spieler offenbar schon in Siegerlaune, so dass der Schiri wegen einiger unsportlicher Verbalattacken faires Verhalten anmahnen musste. Nach einer deutlichen Ansage des Trainers, den Kopf nicht hängen zu lassen, ging es für Wacker dann in die zweite Spielhälfte. Dort fand Rottleberode dann etwas besser ins Spiel. So war es Karl Flügel der die kämpferische Einstellung der Unbeugsamen Zukunft krönte und den Anschlusstreffer zum 2:4 erzielte ( 35 min ).  Der MSV Eisleben ließ sich aber das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen und traf in der 36.‘ nach einem weiteren Geschenk der Abwehr zum finalen Endstand von 2:5 aus Wackersicht.

 
 
Fazit: In einem hochemotional geführten Endspiel standen sich mit dem SV Wacker aus dem Altkreis Sangerhausen und dem MSV Eisleben aus dem Altkreis Mansfelder Land zwei „Quasikreismeister“ gegenüber, die beide ungeschlagen die Hin- und Rückrunde bestritten haben und sich deshalb auf Augenhöhe begegneten. Die Siegerehrung vom Staffelleiter der D Junioren brachte es auf den Punkt…. „ Es war ein Spiel auf Augenhöhe und das Ergebnis fällt, bedingt durch ein, zwei Glückstore ein wenig zu hoch aus….., Glückwunsch an die zwei besten Teams des großen Landkreises Mansfeld Südharz“…..Da es aber nur einen Sieger geben kann, an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die frischgebackenen Kreismeister aus Eisleben.
 
 
 
 
 
 
Wacker spielte mit folgendem Kader: 1 Yannis Kirchhof, 4 Nele Wiese, 2 Paul Hoffmann, 6 Maurice Koch, 5 Karl Flügel, 8 Leon Kaufhold, 10 Marvin Schade, 9 Gino Dockhorn, 7 Oskar Rüdiger, 11 Mads Kolbe, 13 Rene Schneider
 
 
 
 
 
Worte des Trainers an die Mannschaft nach dem Spiel: Aller größten Respekt Jungs und Mädels zum Vizemeister in diesem großen Landkreis Mansfeld Südharz. Ihr habt die Großen geschlagen und allen gezeigt, was in Euch steckt. Wer ist der VfB Sangerhausen, Hettstedt, Stedten und und….Seid stolz auf das Erreichte, macht die Flaschen (Kindersekt) auf und lasst uns feiern. Es war ne geile Saison…. DANKE !!!
 
 
 
 
Danke auch dem gesamten Trainerteam Andreas Hoffmann, Thomas Schneider, Nicole Dockhorn, Mario Beyer, den Eltern, Omas, Opas und Geschwistern, Rasenmäher-Mike für die Top Vorbereitung des Platzes, sowie Danke allen Sponsoren für die finanzielle und sonstige Unterstützung der Truppe bzw. des Vereins.Ganz besonderer Dank der Familie von Kempski für die finanzielle Absicherung des Trainingsbetriebes des gesamten Wackernachwuchses.
 
 
 
Übrigens: Die Abschlussfeier mit Übernachtung und einigen Überraschungen findet am 19.07.2013 ab 17.00 Uhr an einem geheimen Ort im Wald des Anwesens der Familie von Kempski statt. Es ist für alles gesorgt….. !!!



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Update :21.08.13